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Eine Konferenz des Deutschen Historischen Instituts Warschau mit dem Deutschen Komitee für die Geschichte des Zweiten Weltkriegs in Kooperation mit der Universität Potsdam, 4.-6. Juni 2015 in Potsdam
Von: 
Dennis Werberg
Ein US-Soldat steckt im Rahmen des Massakers von My Lai (Vietnamkrieg) eine Hütte in Brand (16. März 1968)

Mit dem Ukrainekonflikt sind Krieg und kriegerische Gewalt nach Europa zurückgekehrt. Die durch die Medien verbreiteten Nachrichten von Gewaltakten, die von beiden Seiten verübt werden, lösen in den weitgehend gewaltlosen Gesellschaften des Westens Empörung und Bestürzung aus. Die Perzeption von Gewalt, aber auch deren Anwendung hängt dabei wesentlich von der Gewaltkultur in der Gesellschaft bzw. innerhalb eines ihrer Glieder, dem Militär ab. Doch kann überhaupt von nationalen oder regionalen Gewaltkulturen gesprochen werden?

 
 
Von: 
Juliane Petermann | Marcel Kellner
Abendvortrag Stig Förster (Bern), 55. ITMG, 4. Juni 2014, Potsdam , Foto: ZMSBw

Dass der Erste Weltkrieg zur bestimmenden Thematik des Jahres 2014 avancieren würde, war absehbar. In unzähligen Ausstellungen, Gedenkveranstaltungen und populär orientierten Publikationen wurde das Geschichtsbild des "großen Krieges" reflektiert, diskutiert und zuweilen neu interpretiert. Nun steht es an zu fragen, welche neuen Impulse von der professionellen geschichtswissenschaftlichen Forschung im Jahr 2014 zum Thema ausgehen.

 
 
Von: 
Irina Renz
Abb. 1: Plakat zur sechsten deutschen Kriegsanleihe von 1917, Entwurf von FB, Bibliothek für Zeitgeschichte 2.5/75
Plakate erlangten im Ersten Weltkrieg eine bis dahin ungekannte Bedeutung als Kommunikationsmedium der Kriegsgesellschaft. Die Bibliothek für Zeitgeschichte (BfZ) verfügt über eine umfangreiche Sammlung von politischen Plakaten des 20. Jahrhunderts, die teilweise über eine Plakat-Datenbank erschlossen sind. Den Schwerpunkt des Bestandes zum Ersten Weltkrieg bilden Plakate aus Deutschland. Daneben sind Exemplare aus Österreich-Ungarn, Bulgarien, Belgien, Frankreich, Russland und den USA enthalten.
 
 

Neuzeithistoriker für Militärgeschichte 1789 bis zur Gegenwart mit Schwerpunkt Zweiter Weltkrieg.

B.A.-Arbeit: Keine Soldaten wie andere auch. Franzosen in der Waffen-SS.

M.A.-Arbeit: Gigantomanie und Missmanagement im deutschen Panzerbau 1941-1945. Eine Fallstudie anhand des Panzerkampfwagens „Maus“.

Ein Instrument für den politischen Wandel in Europa
Von: 
Josef Holik
Das Bild zeigt osef Holik (rechts) mit seinem amerikanischen Kollegen Robert Blackwill bei Präsident Bush im Februar 1991
Die konventionelle Überlegenheit der Sowjetunion war für die westlichen Verbündeten ein Kernproblem der Sicherheit im Nachkriegseuropa. Ihr Abbau war Voraussetzung, die konventionelle Rüstungskontrolle wichtiges Werkzeug für den politischen Wandel im Kalten Krieg.
 
 
Von: 
Marcel Berni

Die Betrachtung des Ersten Weltkrieges in seinen Ereignissen an den Fronten aber auch hinter den Fronten stand im Fokus der vom 28. Februar bis zum 1. März 2014 an der ETH Zürich abgehaltenen Clustertagung der Schweizerischen Vereinigung für Militärgeschichte und Militärwissenschaften (SVMM) und der Militärakademie der ETH Zürich (MILAK). Das Hauptziel des zahlreich besuchten Treffens bestand darin, einen Blickwinkel einzunehmen, der die militärische mit der gesellschaftlichen Sichtweise kombiniert.

 
 
Von: 
Christian Westerhoff
Abb. 1: Paul Schreckenbach, Der Weltbrand. Illustrierte Geschichte aus großer Zeit. Mit zusammenhängendem Text, Bd. 1, Leipzig 1915.
Die Bibliothek für Zeitgeschichte (BfZ) sammelt seit ihrer Gründung 1915 Literatur zum Ersten Weltkrieg. Da der „Große Krieg“ über Jahrzehnte ein wichtiger Sammelschwerpunkt war, besitzt die ehemalige „Weltkriegsbücherei“ (WKB) heute bedeutende Bestände zum Thema. Insbesondere der große Anteil fremdsprachiger Werke, das breit gesammelte zeitgenössische Propagandaschrifttum und die geschlossen erhaltene Sammlung von Literatur aus der Weimarer Republik machten die BfZ zu einer wichtigen Anlaufstelle für die Forschung.
 
 
Tagung veranstaltet am 14. und 15. Juni 2013 an der Humboldt-Universität zu Berlin
Von: 
Julia Gasser
Beobachter

Das Deutsche Komitee für die Geschichte des Zweiten Weltkrieges hat seine Jahrestagung 2013 unter den Titel "Raum. Neue Ansätze für die Erforschung von Militär, Krieg und Gewalt in der Neuzeit" gestellt. Das Emporheben des "Raumes" auf die Ebene der primär zu berücksichtigen Einflussfaktoren innerhalb der geschichtswissenschaftlichen Forschung, versprach eine Vielzahl von neuen Ansätzen. Unterstützt wurde dies durch den Versuch der reflektierten Darstellung des Raums in den unterschiedlichen analytischen, theoretischen und methodischen Ansätzen.

 
 
Von: 
Christian Westerhoff
Abb. 1: Kriegsfotograf im Schützengraben. Quelle: BfZ/WLB, WK1, Nr.131
Der Erste Weltkrieg war nicht nur der erste industrialisierte Krieg, sondern auch der erste weltumspannende Konflikt, der umfassend fotografisch dokumentiert wurde. Bereits während des Krieges begannen verschiedene Institutionen, Fotos aus dem Weltkrieg zu sammeln. Auch die Bibliothek für Zeitgeschichte in der Württembergischen Landesbibliothek (BfZ) sammelt seit ihrer Gründung als „Weltkriegsbücherei“ im Jahr 1915 Fotografien und andere Bilddokumente. Sie besitzt heute eine umfangreiche Fotosammlung zu beiden Weltkriegen sowie zur Marine und bildet insbesondere wegen der internationalen Provenienz ihrer Bildbestände eine wichtige Anlaufstelle für Forscher und Publizisten.
 
 
Von: 
Christian Westerhoff/Irina Renz
„Franck-Munition nach allen Fronten“. Illustration von H. Wenng  im Weihnachtsheft 1915 der Mitteilungen der Firma Franck. Quelle: BfZ/WLB
Das Weltkriegsgedenkjahr 2014 wird zu einem Höhepunkt in der Beschäftigung mit dem Ersten Weltkrieg führen. Gleichzeitig wird die Bibliothek für Zeitgeschichte in der Württembergischen Landesbibliothek Stuttgart (BfZ) im Jahr 2015 einhundert Jahre alt. Die BfZ nimmt dies zum Anlass, in einem Artikelserie auf dem Portal Militärgeschichte ihre vielfältigen Sammlungen und Aktivitäten zum Ersten Weltkrieg zu präsentieren.
 
 

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